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Die deutschsprachige Platypus Review

Zielsetzung der Platypus Review

Überblickt man das Universum der verschiedenen Positionen und Ziele, die linke Politik heute ausmachen, so wird man den beunruhigenden Verdacht nicht los, dass sich hinter der scheinbaren Vielfalt eine grundlegende Gemeinsamkeit verbirgt: Was heute existiert, wurde auf den Trümmern dessen errichtet, was einst möglich war.

Zum Verständnis unserer Gegenwart erachten wir es für notwendig, die unüberschaubare Anhäufung von Positionen zu entwirren, um ihre Bedeutung für eine mögliche Rekonstitution emanzipatorischer Politik in der Gegenwart zu erkennen. Dafür ist es nötig zu überdenken, was eigentlich mit dem Begriff der Linken gemeint ist.

Unsere Aufgabe beginnt dort, wo wir eine grundsätzliche Desillusionierung des gegenwärtigen Zustands progressiver Politik wahrnehmen. Wir denken, dass sich diese Ernüchterung nicht einfach durch puren Willen abschütteln lässt – durch ein einfaches „Weiter so!“ Sie muss stattdessen explizit angesprochen werden und selbst als ein Objekt der Kritik zugänglich gemacht werden. Daher beginnen wir mit dem, was uns unmittelbar entgegentritt.

Die Platypus Review wird von der Einsicht motiviert, dass die Linke orientierungslos ist. Wir möchte ein Forum für ein weites Spektrum an Strömungen und Ansätzen innerhalb der Linken bieten – nicht, weil wir Inklusion und Pluralität als Selbstzweck ansehen, sondern weil wir Uneinigkeit provozieren und gemeinsame Ziele als Orte der Auseinandersetzung eröffnen wollen. Auf diesem Weg könnten die aus den alten politischen Auseinandersetzungen resultierenden Anschuldigungen zum Zweck der Klärung des Objekts linker Kritik fruchtbar gemacht werden.

Die Platypus Review setzt sich zum Ziel, eine Plattform zu schaffen und zu erhalten, die eine Erforschung und Klärung von Positionen und Orientierungen, die heute innerhalb der Linken vertreten werden, möglich macht; einen Ort, an dem Fragen aufgeworfen und Diskussionen verfolgt werden können, die ansonsten nicht stattfinden würden. Solange die Beiträge eine ehrliche Bereitschaft für dieses Projekt zeigen, werden sie in unserer Diskussion berücksichtigt.

Ausgabe #5

Im Folgenden dokumentieren wir die Podiumsdiskussion „Brauchen wir eine linke Einheit?“, die am 22. November 2014 an der Goethe-Universität Frankfurt stattfand. Sie wurde im Rahmen der Blockupy-Aktionstage von der Platypus Affiliated Society organisiert und moderiert. Das überarbeitete Transkript basiert auf der Audioaufzeichnung der Veranstaltung, die hier nachzuhören ist.
Tobias Schweiger: Rezension zu „Kritik des politischen Engagements“ von Gerhard Scheit

Ausgabe #4

Auf der dritten jährlichen Convention, die in der School of the Art Institute of Chicago zwischen dem 29. April und 01. Mai 2011 stattfand, organisierte Platypus ein Gespräch über „Art, Culture, and Politics: Marxist Approaches“. Die Platypus-Mitglieder Omair Hussain, Lucy Parker, Pac Pobric und Bret Schneider sollten die folgende Frage diskutieren: „“What might the problems of aesthetics and culture have to do with the political project of the self-education of the Left?“.
Ernst Bloch und die Frankfurter Schule. Ein Gespräch mit Nicolas Schliessler-Jaramillo.

Ausgabe #3

Max Horkheimers Reaktion von 1928/29 auf Lenins erkenntnistheoretische Streitschrift „Materialismus und Empiriokritizismus“, von Michael Jekel.
Am 11. November 2015 fand im Rahmen der zweiten europäischen Konferenz der Platypus Affiliated Society an der Goethe-Universität Frankfurt eine Podiumsdiskussion zum Thema „What is the European Union and should we be against it?“ statt. Teilgenommen haben Juan Roch von Podemos, Jens Wissel von der Assoziation für Kritische Gesellschaftsforschung, Nikos Nikisianis von Diktio und Martin Suchanek von der Gruppe Arbeitermacht. Es folgt eine editierte und ins Deutsche übersetzte Transkription der Veranstaltung.

Ausgabe #2

Das Verhältnis der Kritischen Theorie zur historischen sozialistischen Bewegung war schon für die Gründungsgeneration von zunehmender Distanzierung geprägt. Die beiden Nachfolgegenerationen haben den Abstand noch einmal vergrößert. Sie sind dabei in den Verdacht geraten, die Paradoxien kapitalistischer Vergesellschaftung zwar aufklären zu können, doch letztlich für unauflöslich zu halten. In den Grenzen einer „ideen-“ bzw. „metapolitischen“, d.h. sich vom unmittelbaren Praxisbezug freihaltenden Intervention versucht Axel Honneths jüngstes Buch hier eine Klarstellung: Kritische Theorie bleibt auch in ihrer kommunikations-, anerkennungs- und folglich freiheitstheoretischen Prägung eine Theorie des immer noch möglichen Übergangs zu einer sozialistischen Gesellschaft.
Am 11.06.2014 veranstaltete Platypus an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Was war neu an der ‚Neuen Linken‘?“. Teilgenommen haben: Detlef zum Winkel (freier Journalist), Alex Demirović (damals Goethe-Universität) und Stefan Eggerdinger (Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD). Es folgt ein gekürztes und überarbeitetes Transkript der Veranstaltung.

Ausgabe #1

Diskussion mit Andrew Feenberg, Richard Westerman, Chris Cutrone & Nicholas Brown. Die hier abgedruckte, ins Deutsche übersetzte Podiumsdiskussion fand im April 2011 auf der dritten internationalen Convention der Platypus Affiliated Society in Chicago statt. Ein Transkript der Diskussion wurde zuerst in der Platypus Review #37 veröffentlicht.