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Die deutschsprachige Platypus Review

Da Platypus ein Projekt ist, das sich vorwiegend mit der Frage nach Marxismus und der Linken beschĂ€ftigt, liegen Fragen nahe: Was ist Psychoanalyse? Weshalb sollte sich die Linke fĂŒr sie interessieren? Was ist ihr geschichtlicher Zusammenhang?

Nicht erst seit der Wahlschlappe der Partei Die Linke bei der letzten Bundestagswahl ist offensichtlich, dass die Linke im weiteren Sinn marginalisiert und politisch irrelevant ist. Nun widmet sich der deutsch-polnische Schriftsteller Artur Becker der Krise der Linken in seinem kĂŒrzlich erschienenen Essay Links: Ende und Anfang einer Utopie. Um die Krise der Linken zu verstehen, fragt Becker in AnknĂŒpfung an Leszek KoƂakowskis AusfĂŒhrungen zum Sinn des Begriffes ‚Linke‘ von 1960 danach, was mit dem Begriff ‚links‘ ĂŒberhaupt gemeint ist.

Zielsetzung

Überblickt man das Universum der verschiedenen Positionen und Ziele, die linke Politik heute ausmachen, so wird man
den beunruhigenden Verdacht nicht los, dass sich hinter der scheinbaren Vielfalt eine grundlegende Gemeinsamkeit verbirgt:
Was heute existiert, wurde auf den TrĂŒmmern dessen errichtet, was einst möglich war.
[ . . . ]

Richtlinien zur Einsendung von BeitrÀgen

Artikel in der Platypus Review haben normalerweise eine LĂ€nge von 5000–40.000 Zeichen (mit Leerzeichen), lĂ€ngere BeitrĂ€ge können auch berĂŒcksichtigt werden. FĂŒr entsprechende Anfragen und BeitrĂ€ge bitte eine Email an review_editor@platypus1917.org senden.

Redaktion und Lektorat

Vadim Arko

Florian Piffl

Tobias Rochlitz

BetĂŒl Yildrim

Übersetzung

Tobias Rochlitz

Design

Max HörĂŒgel

Simone Schliessler

Jakob Stane

FrĂŒhere Ausgaben

Ausgabe #21

Welches sind die ererbten Probleme und Aufgaben der Alten und Neuen Linken, die zur GrĂŒndung der Partei DIE LINKE fĂŒhrten? Welche Bedeutung hat DIE LINKE im Kampf fĂŒr den Sozialismus und was sind die Lehren der letzten zwei Jahrzehnte fĂŒr eine neue Generation von Sozialisten?
Die umstrittenste Annahme des Marxismus ist die Diktatur des Proletariats. Und in der Tat bildet sie das, wodurch sich der Marxismus politisch, ideologisch und theoretisch, intellektuell, praktisch und organisatorisch auszeichnet. Der Tod der Linken misst sich an der Abkehr von dieser These.

Ausgabe #20

FĂŒr Luxemburg lag das Wesen des Sozialismus in der Verbindung von „revolutionĂ€rer Tatkraft und weitherzigster Menschlichkeit“.1 Sie hat der Linken fĂŒr das 20. Jahrhundert eine Aufgabe hinterlassen gehabt, an der diese scheiterte: die Einheit von Sozialismus und Demokratie. DafĂŒr gibt es viele Ursachen. Ich will nur auf eine einzige Ursache eingehen – es ist das VerstĂ€ndnis von Sozialismus und von Demokratie, mit dem die marxistische Linke in das 20. Jahrhundert gegangen ist.
Am 10. April 2021 organisierte die Platypus Affiliated Society eine virtuelle Podiumsdiskussion mit Frigga Haug (feministische Marxistin), Sascha Stanicic (Sozialistische Organisation SolidaritĂ€t), Gert Meyer (Historiker) und Stefan Hain (Platypus Affiliated Society), um ĂŒber den Marxismus der Rosa Luxemburg zu diskutieren.

Ausgabe #19

Die Ohnmacht der Linken lĂ€sst sich nachverfolgen bis in die 30er-Jahre, zu den sozialistischen und kommunistischen Massenparteien in Europa im Angesicht des Faschismus. Auf das Wachstum faschistischer Bewegungen antworteten sie mit Panik und Kapitulation, ihre Politik resultierte in ihrer Selbstaufgabe als unabhĂ€ngige politische und soziale Vertretungsorgane des Proletariats. RevolutionĂ€re Parteien verwandelten sich in StĂŒtzen des bĂŒrgerlich-demokratischen Regimes.
Stefan Bollinger ist Politikwissenschaftler und Historiker mit dem Forschungsschwerpunkt deutsch-deutsche und osteuropĂ€ische Geschichte. Außerdem ist er Redakteur der Zeitschrift Marxistische Erneuerung. Das Interview wurde am 15.04.2021 von den Platypus-Mitgliedern Henning Schneider und Daniel Krank gefĂŒhrt. Es folgt eine gekĂŒrzte und editierte Version des GesprĂ€chs.
Tobias Schweiger ist seit Juni 2021 einer von sechs BundessprecherInnen der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ). Davor war er federfĂŒhrend im Aufbau der Jungen GrĂŒnen (JG) aktiv. Nach deren Ausschluss aus der grĂŒnen Bundespartei 2017 war er einer der MitbegrĂŒnder der unabhĂ€ngigen linken Jugendorganisation Junge Linke (JL). ZusĂ€tzlich organisierte er in Bremen Kapital-Lesekreise fĂŒr die Rosa-Luxemburg-Stiftung und war bei der antideutschen Gruppe associazione delle talpe aktiv.

Ausgabe #18

Am 23. Januar 2021 veranstaltete die Platypus Affiliated Society im Rahmen der 2. deutschsprachigen Platypus-Konferenz eine virtuelle Podiumsdiskussion mit Aitak Barani (Kommunistische Organisation), Felix Klopotek (freier Journalist und Autor), Jan Schroeder (Platypus Affiliated Society) und Martin Suchanek (Gruppe ArbeiterInnenmacht) zur Frage: Was ist das Erbe der KPD?

Ausgabe #17

Hans-JĂŒrgen Krahl gilt heute neben Rudi Dutschke als zweiter Kopf des SDS, als der intellektuelle Kopf der Studentenbewegung, als marxistischer Robespierre von Frankfurt Bockenheim und als der QuĂ€lgeist Theodor W. Adornos. Krahls Marxismus, der sich allen voran in posthumer Niederschrift mĂŒndlicher Aussagen nachvollziehen lĂ€sst, behandelt weitgehend die Aktionen der Studentenbewegung und hat in einem sehr strikten Sinne seine Grenzen an den Themen seiner Zeit, die sich in gegebener KĂŒrze nur reduziert und in eklektischer Auswahl vorstellen lassen.

Die Antideutschen sind gescheitert, erfĂ€hrt man in der vergangenen Ausgabe der Platypus Review. Einem Befund, dem man gemessen am eigenen Anspruch der Antideutschen, das Abbruchsunternehmen der Linken zu sein, nicht groß widersprechen kann.

Wolf Wetzel war Mitglied der ehemaligen autonomen L.U.P.U.S.-Gruppe, welche unter anderem durch die Startbahnbewegung 1980-1991, die Anti-AKW-Bewegung, die HÀuserkampfbewegung und die LibertÀren Tage in Frankfurt a. M. 1986 geprÀgt war. Er ist seit 1991 journalistisch und publizistisch tÀtig. Zuletzt erschien 2015 sein Buch Der Rechtsstaat im Untergrund: Big Brother, der NSU-Komplex und notwendige IlloyalitÀt im PapyRossa Verlag.

Ausgabe #16

Dr. Thomas Wendt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut fĂŒr Philosophie an der UniversitĂ€t Leipzig. Seine Interessensschwerpunkte sind Politische Philosophie und Gesellschaftstheorie. Aktuell forscht er zur historischen Tradition und Systematik der Bewusstseinstheorie und entwickelt daraus ein PhilosophieverstĂ€ndnis des „eingreifenden Denkens“.
Die Antideutschen schienen vielversprechend, da sie offenbar in immer fundamentalere Differenz zur Restlinken gerieten und (u.a. durch ihre Wiederentdeckung der Frankfurter Schule) den Anschein gaben, als wĂ€ren sie die benötigte kritische Kraft, um den historischen Moment zu nutzen und die Neuausrichtung und Rekonstitution der revolutionĂ€ren Linken anzustoßen. Dies ist aber nicht geschehen. Der Moment potenzieller linker Selbstbesinnung ist ungenutzt verstrichen und anstatt sich aus den vereinseitigenden Spaltungen der vorherigen Linken herauszuarbeiten, haben die Antideutschen die Fragestellung, was die Linke ist und wie sie aus ihrer Krise herauskommt, nur weiter verdunkelt.