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You are here: The Platypus Affiliated Society/Archive for category Vienna

Aufgrund der anhaltenden aktuellen Situation findet die Coffee Break via Zoom-Konferenz statt, zum ĂŒblichen Termin erreichbar unter folgendem Link: https://zoom.us/j/653309138

Auch dieses Semester veranstalten wir wieder wöchentliche Coffee Breaks, die Raum fĂŒr informelle Diskussionen ĂŒber Ideen, aktuelle Themen und die Geschichte der Linken oder Artikel aus der Platypus Review* bieten. Eine gute Gelegenheit, beim Kaffee Mitstreiter*innen zu treffen und das Projekt Platypus kennenzulernen und zu diskutieren.

Wann? Freitags, 16:30–17:30, ab 6. MĂ€rz 2020.

Wo? CafĂ© Gagarin, Garnisongasse 24, 1090 Wien, gegenĂŒber vom Campus.

*Die Platypus Review und die deutschsprachige Platypus Review sind monatlich bzw. vierteljĂ€hrlich erscheinende Zeitschriften, die als Plattform fĂŒr die Diskussion innerhalb der Linken dienen. Sie liegen an verschiedenen Orten kostenlos aus (z. B. Kommunikations- bzw. Bagru-Raum Philosophie und Politikwissenschaft im NIG, "Bagrukammerl" Soziologie am Institut fĂŒr Soziologie, AK-Bibliothek, CafĂ© Gagarin).

Ein Interview von Steffen Andrae mit dem Historiker und Kracauer-Biographen Jörg SpÀter
Seit einem halben Jahrhundert kennzeichnet 1968 einen Meilenstein sozialer und politischer UmbrĂŒche, die die ganze Welt umspannten. Eingeleitet von einer Neuen Linken, welche sich von der Alten Linken (1920er/-30er) abzugrenzen suchte, legten die Ereignisse von 1968 den Grundstein fĂŒr alles Folgende: von Protestpolitik bis hin zur akademischen Linken. Heute, da die USA in einen scheinbar endlosen Krieg in Asien verwickelt sind, der Aufruf zur Amtsenthebung eines unbeliebten PrĂ€sidenten laut wird, und sich auf den Straßen Aktivisten um Forderungen nach Befreiung hinsichtlich Herkunft, Gender und SexualitĂ€t zum Kampf erheben, treten die AnsprĂŒche des politischen Horizonts von 1968 in Erinnerung. Welche Lehren sind aus der Neuen Linken zu ziehen, wenn eine andere Generation an den Aufbau einer Linken des 21. Jahrhunderts herantreten soll?

Der niederlÀndische AtmosphÀrenchemiker Paul Crutzen charakterisierte die gegenwÀrtige Epoche, die mit dem Beginn der Industriellen Revolution einsetzte, als das Zeitalter des AnthropozÀn. Diese geologische Einordnung soll einen Bruch in der Entwicklungsgeschichte des Planeten kennzeichnen, ab welchem die Zukunft des Planeten erstmals von der Frage, welchen Weg die Menschheit einschlÀgt, bestimmt werden wird.

Dieses Panel diskutiert unterschiedliche Auslegungen der Frage, wieso die Linke des 19. und 20. Jahrhunderts es verabsĂ€umt hat, die sich verschĂ€rfende Krise des AnthropozĂ€n zu bewĂ€ltigen, und ob und wie die zunehmend mit der globalen Entwicklung von Ökosystemen in Verbindung gebrachten Probleme aus linker Sicht ĂŒberwunden werden können. WĂ€hrend Karl Marx feststellte, dass die Aufgabe der Befreiung der Menschheit sich mit der Industriellen Revolution und der Herausbildung der Arbeiterklasse gewandelt und das Kalital sich in das Hindernis der bĂŒrgerlichen Gesellschaft verwandelt hatte, kam im 20. Jahrhundert mit dem Zusammenbruch der marxistischen Linken auch die Idee der Freiheit abhanden. Wir scheinen heute in einer Welt zu leben, in welcher das Los des ökologischen Systems vorherbestimmt scheint, und in der Bestrebungen fĂŒr eine ökologische Modernisierung weit hinter der Zerstörung der Natur zurĂŒckbleiben. FĂŒr viele scheint die Vernichtung der Natur ein immanenter Bestandteil der modernen Gesellschaft zu sein – etwas, das lediglich abgeschwĂ€cht, aber niemals ĂŒberwunden werden kann.

In welchem VerhĂ€ltnis stehen die Geschichte des Kapitals und der Linken – und folglich Geschichte und Freiheit – zueinander? Was sagt uns dieses VerhĂ€ltnis ĂŒber unsere gegenwĂ€rtige UnfĂ€higkeit, die Zerstörung der Umwelt und der Natur offenzulegen, verstĂ€ndlich zu machen, und darĂŒber hinaus, sie zum Gegenstand der Aufgabe einer bewussten gesellschaftlichen Befreiung zu erheben?

Es diskutieren:

Elmar Flatschart

Alexander Behr

Julia Prassl (Junge Linke)

Workers for Future

Wann?

Dienstag, 26. November 2019

19:00 Uhr

Wo?

Hörsaal 5, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien

Es wird einen breiten Rahmen fĂŒr Publikumsfragen geben. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und die Audioaufnahme spĂ€ter online gestellt.

Teach-in, veranstaltet von der Platypus Affiliated Society im Café C.I. - Club International in Wien am 11. Oktober 2019.

„In den 1980er Jahren verabschiedete sich eine ganze Generation Intellektueller im Zeichen der Postmoderne von jeglicher Utopie. Doch bereits zuvor war die Neue Linke in den 60er und 70er Jahren mit ihrer RĂŒckkehr zu Marx gescheitert. Aus Sicht von Althusser inszenierten die Studenten weltweit 1968 eine „ideologische Revolte“. Sie revolutionierten den kulturellen Überbau, aber nicht die sozialen und politischen VerhĂ€ltnisse. Er bemerkte damit das Ende der Neuen Linken, die sich dafĂŒr entschied, Politik gegen Protest einzutauschen. Das politische Scheitern der Neuen Linken 1968 ebnete sowohl der Post-Moderne als auch dem Post-Marxismus den Weg. Ihre historischen und intellektuellen UrsprĂŒnge kreuzen sich.“