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Da Platypus ein Projekt ist, das sich vorwiegend mit der Frage nach Marxismus und der Linken beschĂ€ftigt, liegen Fragen nahe: Was ist Psychoanalyse? Weshalb sollte sich die Linke fĂŒr sie interessieren? Was ist ihr geschichtlicher Zusammenhang?

Nicht erst seit der Wahlschlappe der Partei Die Linke bei der letzten Bundestagswahl ist offensichtlich, dass die Linke im weiteren Sinn marginalisiert und politisch irrelevant ist. Nun widmet sich der deutsch-polnische Schriftsteller Artur Becker der Krise der Linken in seinem kĂŒrzlich erschienenen Essay Links: Ende und Anfang einer Utopie. Um die Krise der Linken zu verstehen, fragt Becker in AnknĂŒpfung an Leszek KoƂakowskis AusfĂŒhrungen zum Sinn des Begriffes ‚Linke‘ von 1960 danach, was mit dem Begriff ‚links‘ ĂŒberhaupt gemeint ist.

Im Wintersemester 2022/2023 veranstalten wir in Köln Barabende, Teach-Ins und laden zum Short-
Course in Platypus ein. Alle Veranstaltungen richten sich an Interessierte und sind kostenfrei.

Horkheimer und Adorno

Welche Praxis zur Befreiung der Menschheit ist möglich, wenn alle eingeschlagenen Wege in der Geschichte des Sozialismus versperrt sind? Kann der Marxismus - der uns noch immer als Hoffnungsschimmer verfolgt - auch nach seinem Scheitern Anhaltspunkte liefern? In welchem VerhĂ€ltnis steht dabei die Theorie zur Praxis? Ist sie unwichtig und wir mĂŒssen die "VerĂ€nderung" nur instĂ€ndig wollen oder ist Theorie der notwendige Navigator ĂŒber den Horizont unseres Handels?
Diesen Fragen wollen wir uns im Teach-In anhand von Adornos Kritik an der neuen Linken nÀhern und diskutieren, ob und was seine Erkenntnisse uns heute noch zu sagen haben.

Das Teach-in findet im Rahmen der POWI Orientierungswoche der UniversitÀt Bremen statt.

Zeit: 14. Oktober 2022 um 16 Uhr

Ort: UniversitÀt Bremen, Raum GW2 3009

In der Auffassung der Geschichte der Linken steckt eine Interpretation darĂŒber, wie die Gegenwart entstanden ist. Indem wir uns auf die Geschichte der Linken fokussieren, bzw. die Linke ins Zentrum unserer Geschichtsbetrachtung stellen, gehen wir von der Hypothese aus, dass die wichtigsten Bestimmungen der Gegenwart das Resultat dessen sind, was die Linke in der Geschichte geleistet hat - und umgekehrt, was sie nicht zu leisten imstande war.

Inwiefern also hat die Kritik der Geschichte eine Bedeutung fĂŒr die Kritik des Kapitals? Das alltĂ€gliche VerstĂ€ndnis des Kapitalismus als eines Problems von Ausbeutung ist unzureichend, da es in diesem Rahmen unmöglich wird, das Kapital von anderen Formen der Zivilisation zu unterscheiden. Was im Zeitalter des Kapitals neu ist, ist gesellschaftliche Herrschaft, die sowohl logisch als auch historisch, strukturell und empirisch von Ausbeutung getrennt werden muss und nicht auf diese zu reduzieren ist. Gesellschaftliche Herrschaft bedeutet die Herrschaft des Kapitals ĂŒber die Gesellschaft.

Das Teach-in findet im Rahmen der kritischen Orientierungswoche der UniversitÀt Bremen statt.

Zeit: 11. Oktober 2022 um 19 Uhr
Ort: UniversitÀt Bremen, AStA Konferenzraum A2130