RSS FeedRSS FeedLivestreamLivestreamVimeoVimeoTwitterTwitterFacebook GroupFacebook Group
You are here: Platypus /Archive for category Vienna Upcoming Events

Wir laden euch ein, am Donnerstag mit uns den Film "Lenin: The Train" (1988) von Damiano Damiani online via Watch2Gether anzusehen. Der Film spielt im Jahr 1917 und schildert die Reise Lenins im plombierten Wagen aus der Schweiz nach Petrograd. Während der Fahrt diskutiert Lenin mit den Mitreisenden seine politischen Vorstellungen.

Der Film dauert 3h 18m und wird in zwei Teilen mit einer kleinen Pause dazwischen gezeigt. Abschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Wann?
Donnerstag, 30.04.2020
19:00 Uhr

Wo?
Unter diesem Link treffen wir uns auf Watch2Gether:
https://w2g.tv/8rc263n4i3mhhh1a7q

Der niederländische Atmosphärenchemiker Paul Crutzen charakterisierte die gegenwärtige Epoche, die mit dem Beginn der Industriellen Revolution einsetzte, als das Zeitalter des Anthropozän. Diese geologische Einordnung soll einen Bruch in der Entwicklungsgeschichte des Planeten kennzeichnen, ab welchem die Zukunft des Planeten erstmals von der Frage, welchen Weg die Menschheit einschlägt, bestimmt werden wird.

Dieses Panel diskutiert unterschiedliche Auslegungen der Frage, wieso die Linke des 19. und 20. Jahrhunderts es verabsäumt hat, die sich verschärfende Krise des Anthropozän zu bewältigen, und ob und wie die zunehmend mit der globalen Entwicklung von Ökosystemen in Verbindung gebrachten Probleme aus linker Sicht überwunden werden können. Während Karl Marx feststellte, dass die Aufgabe der Befreiung der Menschheit sich mit der Industriellen Revolution und der Herausbildung der Arbeiterklasse gewandelt und das Kalital sich in das Hindernis der bürgerlichen Gesellschaft verwandelt hatte, kam im 20. Jahrhundert mit dem Zusammenbruch der marxistischen Linken auch die Idee der Freiheit abhanden. Wir scheinen heute in einer Welt zu leben, in welcher das Los des ökologischen Systems vorherbestimmt scheint, und in der Bestrebungen für eine ökologische Modernisierung weit hinter der Zerstörung der Natur zurückbleiben. Für viele scheint die Vernichtung der Natur ein immanenter Bestandteil der modernen Gesellschaft zu sein – etwas, das lediglich abgeschwächt, aber niemals überwunden werden kann.

In welchem Verhältnis stehen die Geschichte des Kapitals und der Linken – und folglich Geschichte und Freiheit – zueinander? Was sagt uns dieses Verhältnis über unsere gegenwärtige Unfähigkeit, die Zerstörung der Umwelt und der Natur offenzulegen, verständlich zu machen, und darüber hinaus, sie zum Gegenstand der Aufgabe einer bewussten gesellschaftlichen Befreiung zu erheben?

Es diskutieren:

Elmar Flatschart

Alexander Behr

Julia Prassl (Junge Linke)

Workers for Future

Wann?

Dienstag, 26. November 2019

19:00 Uhr

Wo?

Hörsaal 5, Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1090 Wien

Es wird einen breiten Rahmen für Publikumsfragen geben. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und die Audioaufnahme später online gestellt.

Audioaufnahme von der Veranstaltung

Die Platypus Affiliated Society lädt zu einem Teach-in über den Marxismus von Louis Althusser.

Freitag, 11. Oktober 2019, 19:30 Uhr

Cafe C.I. - Club International, Payergasse 14, 1160 Wien

In den 1980er Jahren verabschiedete sich eine ganze Generation Intellektueller im Zeichen der Postmoderne von jeglicher Utopie. Doch bereits zuvor war die Neue Linke in den 60er und 70er Jahren mit ihrer Rückkehr zu Marx gescheitert. Aus Sicht von Althusser inszenierten die Studenten weltweit 1968 eine „ideologische Revolte“. Sie revolutionierten den kulturellen Überbau, aber nicht die sozialen und politischen Verhältnisse. Er bemerkte damit das Ende der Neuen Linken, die sich dafür entschied, Politik gegen Protest einzutauschen. Das politische Scheitern der Neuen Linken 1968 ebnete sowohl der Post-Moderne als auch dem Post-Marxismus den Weg. Ihre historischen und intellektuellen Ursprünge kreuzen sich.

www.platypus1917.org/2019/01/11/althussers-marxismus

Nach dem Vortrag von Jan Schroeder folgt eine offene Diskussion.

Seit einem halben Jahrhundert kennzeichnet 1968 einen Meilenstein sozialer und politischer Umbrüche – ein Jahr sozialer Aufstände, die die ganze Welt umspannten. Eingeleitet von einer Neuen Linken, welche sich von der Alten Linken der 20er und 30er abzugrenzen suchte, legten die Ereignisse von 1968 den Grundstein für alles Folgende: von Protestpolitik bis hin zur akademischen Linken.

Heute, da die Vereinigten Staaten in einem scheinbar endlosen Krieg in Asien verwickelt sind, der Aufruf zur Amtsenthebung eines unbeliebten Präsidenten laut wird, und sich auf den Straßen Aktivisten um Forderungen nach Befreiung hinsichtlich Herkunft, Gender und Sexualität zum Kampf erheben, treten Ansprüche, in denen sich der politische Horizont von 1968 widerspiegelt, in Erinnerung. Mit möglicherweise nie dagewesener Dringlichkeit müssen wir die Frage stellen: Welche Lehren sind aus der Neuen Linken zu ziehen, wenn eine andere Generation an den Aufbau einer Linken des 21. Jahrhunderts herantreten soll?

Es diskutieren:
Helmut Dahmer, Soziologe und Publizist (https://platypus1917.org/2015/10/12/trotsky-frankfurt-school)
Michael Genner, langjähriger Aktivist und Organisator von politischem Wiederstand. Aktiv bei „Asyl in Not”
Gáspár Miklós Tamás, Philosoph, vielseitiges politisches Engagement in Ungarn

Moderation:
Sebastian Vetter, Platypus Affiliated Society

Wo?
Gußhausstraße 14, 1040 Wien, Österreich
Wir danken der KPÖ herzlich für die Bereitstellung der Räume.

Wann? 29.10.2018, 19:00

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/338195926740181/?active_tab=discussion

Es wird einen breiten Rahmen für Publikumsfragen geben. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und später online gestellt.

Podium:
Franz Schandl (Redaktion Streifzüge)
Emanuel Tomaselli (Der Funke)
Michael Märzen (Gruppe Arbeiter*innenstandpunkt)
Tobias Schweiger (KPÖ PLUS)
Philipp Eichhorn

[archiveorg 19172017vienna width=640 height=140 frameborder=0 webkitallowfullscreen=true mozallowfullscreen=true]

Donnerstag, 14. Dezember um 19:00

Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1. Obergeschoß, Hörsaal 6

Im 20. Jahrhundert tauchte immer wieder die Erinnerung an 1917 auf. Ob die Volksfront der '30er, die Kommunistische Revolution in China 1949 oder die Neue Linke der '60er, die Linke hat versucht sich – ob positiv oder negativ – im Verhältnis zu den Zielen und Ergebnissen von 1917 zu verstehen. Jedoch hat sich seit 1917 das revolutionäre Bewusstsein seiner primären Akteure in verschiedene Oppositionen aufgelöst: Stalinismus und Trotzkismus sehen sich gleichermaßen als das legitime Erbe des Bolschewismus; das Prinzip des Liberalismus steht heute in Opposition zum Prinzip des Sozialismus; Libertarismus wird gegen Autoritarismus ausgespielt; der machiavellistische Lenin gegen die Cassandra der Revolution Luxemburg; der revolutionäre Wille der Zwecke, die die Mittel heiligen gegen die prinzipiellen emanzipatorischen Methoden und die Tugend der praktischen Niederlage. Gleichzeitig wurde die Vergeblichkeit sowohl von Lenins als auch Luxemburgs Politik naturalisiert: es wird stillschweigend vorausgesetzt, dass weder das, was Lenin noch das, was Luxemburg zu erreichen versuchten, tatsächlich erreichbar war – weder in ihrer Zeit noch in unserer. Die Prämissen der Revolution selbst stehen in Frage: sind die Formen bürgerlicher Gesellschaft wie Staat, Politik, Arbeit und Kapital überhaupt noch aktuell und damit Widersprüche, die über sich hinausweisen und das Potential ihrer eigenen Überwindung bergen?

Wie hat sich die Erinnerung an 1917 im Laufe des 20. Jahrhunderts verändert?

Warum scheint die Erinnerung an 1917 in Oppositionen zerfallen zu sein?

Stellt uns die Erinnerung an 1917 heute noch Aufgaben und wenn ja in welcher Hinsicht?

Inwiefern ist 1917 ein wichtiger Bezugspunkt für die Kämpfe der Gegenwart und inwiefern bietet die Gegenwart ein Potential zur Verwirklichung der Ziele von 1917?

Diese Veranstaltung wird im Rahmen der Kritischen Einführungstage an der Uni Wien stattfinden.

Die Kritischen Einführungstage sind eine Reihe von Workshops, Vorträgen, Filmscreenings, Lesekreisen und Stadtspaziergängen, die die Möglichkeit einer kritischen Auseinandersetzung mit Universität und Gesellschaft geben wollen.

Mehr Infos und das vollständige, laufend aktualisierte Programm findet ihr auf: https://krituni.noblogs.org/

Wir bedanken uns bei der ÖH Uni Wien, den unabhängigen Basis- und Institutsgruppen, sowie der autonomen antifa [w] für die Organisation!