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You are here: Platypus /Archive for category Vienna Upcoming Events

Die Frage nach einer linken Einheit reicht in der Geschichte der Arbeiterbewegung und des Marxismus weit zurück. Von der von Marx kritisierten programmatischen Grundlage der Vereinigung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Gotha 1875, über Kautskys Strategie der Partei der Gesamtklasse der zweiten Internationale bis hin zu den wechselnden Forderungen nach Volks- oder Einheitsfront in den 1930er Jahren, verfolgt die Frage nach den ideologischen, politischen sowie organisatorischen Zwecken der Vereinigung linker Gruppen die Linke bis heute. 

Insbesondere die letzten 20 Jahre waren geprägt von Versuchen innerhalb der Linken, die sporadisch großflächiger auftretenden Äußerungen gesellschaftlicher Unzufriedenheit mittels breit angelegter Bündnisse politisch nutzbar zu machen, um so eine Alternative zu den etablierten politischen Parteien wie auch zu linksradikalen Kleingruppen zu schaffen. Diese Versuche reichten von den 2005 bzw. 2006 entstandenen Bündnissen „Ums Ganze“ und „Interventionistische Linke“ bis zu so genannten „linkspopulistischen“ Bewegungen wie Podemos, Syriza oder die Unterstützungskampagnen für Jeremy Corbyn und Bernie Sanders. Auch in Österreich bzw. Wien gab es insbesondere in den letzten Jahren immer wieder Versuche, an den vermeintlichen Erfolg solcher Bewegungen anzuknüpfen. So zum Beispiel das mittlerweile aufgelöste Projekt „Aufbruch“, die Wiederauflage der sogenannten Donnerstagsdemos im Zuge der schwarz-blauen Regierung 2017 bis 2019 und schließlich das Projekt LINKS, das nach der Wiener Gemeinde- und Bezirksvertretungswahl im letzten Jahr mehrere Mandate auf Bezirksebene erreicht hat. Ein Erfolg?

Die Veranstaltung will die Frage nach der Notwendigkeit einer linken Einheit heute zur Diskussion stellen und zu einer Klärung beitragen. Was ist ihre Aktualität, wo liegen ihre Wurzeln und welche Perspektiven gibt es darauf?

Podium:
• Julia Prassl (Junge Linke)
• Martin Halder (Der Funke/IMT)
• Partei der Arbeit
• Carina Karner (LINKS)

Wann? Mittwoch, 26. Mai 2021

Wo? Zoom: https://zoom.us/j/99203974117

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Über dem Logo des MAN-Konzerns am Werk in Steyr prangt ein großes Fragezeichen. Wer soll dieses Werk hinkünftig führen? Wenn es nach den Beschäftigten geht, jedenfalls nicht Siegfried Wolf, war sein Angebot, das fast die Hälfte der Belegschaft den Arbeitsplatz und den Rest 15 % ihres Lohns gekostet hätte, doch nicht sonderlich überzeugend. 

Diese Abstimmung der Belegschaft nutzend, verlangen nun jene, deren Übernahmeangebote von MAN nicht in Betracht gezogen wurden, Anhörung und auch die Sozialdemokratie legt öffentlich ein Konzept vor: Verstaatlichung. 

Was bedeutet die Abstimmung und die künftige Entwicklung in Steyr für die Linke? 

Traditionell unterstützten der Marxismus und andere Teile der Linken auf politischer Ebene die Forderung der arbeitenden Klasse nach Reformen, welche ihre Lebensbedingungen verbessern sollten. Doch verstanden führende Persönlichkeiten der marxistischen Tradition wie Lenin, Luxemburg und Trotzki, dass solche Reformen zugleich die Krise des Kapitalismus vertieften, da sie seine immanenten Widersprüche zuspitzten. 

So ist z. B. die Vollbeschäftigung eine – vom Standpunkt der arbeitenden Klasse – notwendige Forderung. Gleichzeitig aber wird dadurch das gesamte System der Beschäftigung gefährdet, welches unter Bedingungen kapitalistischer Produktion auf die Abschöpfung des Mehrwerts der verfügbaren Arbeitskraft angewiesen ist.

Um die Probleme und Ambiguitäten einer möglichen Politik der Arbeit herauszuschälen, lassen wir verschiedene linke Perspektiven zu Wort kommen. Diese Diskussion soll einen Klärungsversuch zentraler Fragen für eine neu konstituierte internationale marxistische Linke darstellen.

Welches sind gegenwärtig theoretische und praktische Hindernisse einer solchen Linken, die durch die Politik der Arbeit die Befreiung der arbeitenden Klasse anstreben würde? Ist die arbeitende Klasse eine Identität neben anderen unterdrückten Identitäten? Gibt es heute eine arbeitende Klasse und muss diese sich selbst emanzipieren? Auf welchem Weg kann das erreicht werden? Welche Prinzipien zeichneten die Politik der Arbeit einst aus? Was ist das Verhältnis von Reform und Revolution?

Podium:
• Susi Haslinger (PRO-GE Sozialpolitik)
• Yola Kipcak (der Funke)
• Alex Zora (LINKS-Aktivist)
• Felix (Wiener ArbeiterInnen-Syndikat)

Wann? Montag, 19. April 2021 um 20:00

Wo? Zoom

Wir laden euch ein, am Montag mit uns den Film „Arguing the World“ (1998) von Joseph Dorfman online via Watch2Gether anzusehen.

Der Film dauert 1:46 Stunden. Abschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Wann?
Montag, 13.07.2020
19:30 Uhr

Wo?
Unter diesem Link treffen wir uns auf Watch2Gether:
https://w2g.tv/8rc263n4i3mhhh1a7q

Zum Film: Ob auf Cocktailparties oder auf den Seiten bedeutender Zeitschriften und Journals – nur wenige Intellektuellenkreise haben die Debatte über ihre Ideen so leidenschaftlich und öffentlich geführt wie die Schriftsteller und Kritiker, die als New York Intellectuals bekannt sind. Als Aufsteiger aus der amerikanischen Arbeiterklasse erlangten diese großen Einfluss in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. ARGUING THE WORLD ist ein dokumentarisches Porträt zu den vier Mitgliedern: Irving Kristol, Irving Howe, Daniel Bell, und Nathan Glazer.

Wir laden euch ein, mit uns den Film „Rosa Luxemurg“ (1986) von Margarethe von Trotta online via Watch2Gether anzusehen. Der Film dauert 2:03 Stunden und wird auf Deutsch gezeigt. Anschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Wann?
Donnerstag, 14.05.2020
19:00 Uhr

Wo?
Unter diesem Link treffen wir uns auf Watch2Gether:
https://w2g.tv/8rc263n4i3mhhh1a7q

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„Die Führung hat versagt. Aber die Führung kann und muss von den Massen und aus den Massen heraus neu geschaffen werden. Die Massen sind das Entscheidende, sie sind der Fels, auf dem der Endsieg der Revolution errichtet wird. Die Massen waren auf der Höhe, sie haben diese »Niederlage« zu einem Glied jener historischen Niederlagen gestaltet, die der Stolz und die Kraft des internationalen Sozialismus sind. Und darum wird aus dieser »Niederlage« der künftige Sieg erblühen. »Ordnung herrscht in Berlin!« Ihr stumpfen Schergen! Eure »Ordnung« ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon »rasselnd wieder in die Höh' richten« und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: Ich war, ich bin, ich werde sein!“ (Luxemburg, 1919)

Rosa Luxemburg (1871–1919) war marxistische Intellektuelle in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der bedeutendsten marxistischen Partei zur Zeit des Ersten Weltkriegs. Während des Ersten Weltkriegs wandte sich der deutsche Sozialismus vom Marxismus ab und nationalistischen Bestrebungen zu. Im Zuge der Verdrängung der 1917 in Russland ausgebrochenen und sich 1918/19 in Deutschland ausbreitenden Revolution wurde Rosa Luxemburg ermordet. Luxemburg übte scharfe Kritik am Verrat der internationalen sozialistischen Bewegung, dessen Nachwirkung zum Nationalsozialismus sowie zum Stalinismus führte – und von welchem sich die Linke bis heute nicht erholt hat.

Wir laden euch ein, am Donnerstag mit uns den Film "Lenin: The Train" (1988) von Damiano Damiani online via Watch2Gether anzusehen. Der Film spielt im Jahr 1917 und schildert die Reise Lenins im plombierten Wagen aus der Schweiz nach Petrograd. Während der Fahrt diskutiert Lenin mit den Mitreisenden seine politischen Vorstellungen.

Der Film dauert 3h 18m und wird in zwei Teilen mit einer kleinen Pause dazwischen gezeigt. Abschließend gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Wann?
Donnerstag, 30.04.2020
19:00 Uhr

Wo?
Unter diesem Link treffen wir uns auf Watch2Gether:
https://w2g.tv/8rc263n4i3mhhh1a7q