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Mittwoch, 25. September 2013, 18 Uhr

KOZ (Campus Bockenheim)

Um die Aufzeichnung der Veranstaltung anzuhören, hier klicken.

Bis zum Ausbruch der massiven Studierendenproteste von 2012 waren die politischen Reaktionen gegen die Austeritätspolitik kaum wahrnehmbar. Auch wenn das Symbol des roten Platzes eine Solidarität unter den Protestierenden suggerierte, war es oft unklar, welche konkreten Ziele die Bewegung verfolgte, die über den Protest gegen die Erhöhung von Studiengebühren hinausgingen. Für einige war der Studienstreik eine Form des Widerstandes gegen den Neoliberalismus und das „modèle québécois“, ein System von Arbeitsgesetzen, Bildungsreformen und öffentlichen Zuschüssen, die in der „Stillen Revolution“ der 1960er entstanden waren. Aber für andere signalisierte der Streik die Möglichkeit, die vergangene Versuche zu überflügeln. Das zeigte sich in dem Versuch, dort weiterzumachen, wo die Sozialdemokratie der 1970er aufhörte – etwa in der Forderung nach der Abschaffung von Studiengebühren. Andere wiederum sahen in der sozialdemokratischen Vergangenheit Quebecs das Problem. Angesichts von Occupy und dem Arabischen Frühling sahen sie parlamentarische Versuche als unbedeutend im Vergleich zur direkten Demokratie an, die über fünf Monate hinweg den Studierendenstreik, trotz massiver Polizeigewalt, getragen hatte.

Welche Ziele auch immer verkündet wurden – der Streik unterbot alle Erwartungen. Während die Erhöhung der Studiengebühren vorerst eingefroren wurde, hatte der Wahlsieg einer souverignistischen (Quebec-nationalistischen) sozialdemokratischen Partei enttäuschende Folgen. Die Einheit der verschiedenen linken Fraktionen während der Proteste zerbrach infolge von erbitterten Auseinandersetzungen darüber, ob anarchistische oder sozialdemokratische Taktiken für die schlussendliche Niederlage der Bewegung verantwortlich zu machen seien. Der Versuch, die Vergangenheit durch den Streik zu überflügeln, hat ironischerweise ältere Auseinandersetzungen aus der Geschichte der kanadischen Linken wiederaufleben lassen, die anscheinend nur schwer zu überwinden sind.

Der Teachin wird einen Blick auf die gegenwärtige Krise der kanadischen Linken nach den Studierendenprotesten in Quebec werfen, und anhand dieser eine Einführung in die Geschichte der kanadischen Linken geben.

In der Diskussion wollen wir uns über Ähnlichkeiten und Unterschiede zu der politischen Landschaft in Deutschland und der Entwicklung der Studierendenproteste hierzulande austauschen.

 

Andony Melathopoulos ist ein interdisziplinärer PhD Student an der Dalhousie University in Halifax, Kanada. Er hat sich für Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsanliegen eingesetzt. Er war das erste kanadische Mitglied von Platypus, wo er gegenwärtig die Arbeit in Kanada und dem mittleren Westen der USA koordiniert.

 

Die Veranstaltung wird auf Englisch stattfinden.

Audioaufzeichnung online anhören oder runterladen

Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung.

 

Mit:
Pablo Graubner (SDAJ) | Thomas Lohmeier (Die Linke/prager frühling) | Karin (Interventionistische Linke/No Troika) | Stefan Torak (campusantifa/ M31)

 

Mittwoch, 5. Juni
19-22h

Festsaal, Studierendenhaus (über KOZ)
Campus Bockenheim
Frankfurt am Main

 

Facebook-Einladung: https://www.facebook.com/events/178782282285236/

Um die Aufzeichnung der Veranstaltung anzuhören, hier klicken.

Mit der Einführung des Euro im Jahr 2002 als gemeinsamer Währung der Europäischen Union und dem damit einhergehenden Integrationsprozess der EU wurde eine weitgehende politische Stabilisierung Europas angestrebt. Gleichzeitig wurde durch den Euro jedoch auch eine Freihandelszone geschaffen, von der in erster Linie die starke Exportwirtschaft Deutschlands profitierte. Besonders seit der Einführung der Hartz-Reformen unter Gerhard Schröder und der extremen Ausweitung des Niedriglohnsektors auf dem deutschen Arbeitsmarkt begannen strukturell schwächere Ökonomien wie Griechenland, Spanien und Italien, aber auch Frankreich und Belgien, zu stagnieren oder drifteten gar in eine große Rezession ab. Aus dieser Perspektive betrachtet, hatte der Prozess der Europäischen Integration einen gegenteiligen Effekt als ursprünglich intendiert: Unter der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hat es den Anschein, als ob Europa zerfällt, und in vielen Ländern befinden sich nationalistische Separationsbewegungen im Aufwind, wie in Norditalien, Flandern oder im Elsass.

Die Krise drückt sich also nicht nur in einem ökonomischen, sondern auch in einem politischen Zerfallsprozess aus: Statt einer transnationalen europäischen Föderation kehrt in Europa das alte Gespenst des Nationalismus wieder ein. Daneben fühlen sich viele Menschen innerhalb der EU ohnmächtig und entmündigt in Anbetracht der Entdemokratisierung im Zuge der Austeritätspolitik. Dies geht einher mit einem Vertrauensverlust in klassische politische Institutionen wie Parteien und Parlamente. Selbst der Erfolg von SYRIZA in Griechenland lässt sich nicht erklären ohne Berücksichtigung der sozialen Bewegungen, die der Partei starken Aufwind verschafften. Auch in anderen Ländern der EU drückt sich der Protest gegen die sog. „Troika“ im Erstarken außerparlamentarischer Bewegungen aus, wie der „Indignados“ in Spanien oder „Blockupy“ in Deutschland.

Laut Eigendarstellung von „Blockupy“ ist es Ziel des Bündnisses, „gegen das autoritäre Krisenmanagement und die Troika-Politik Widerstand zu leisten, um die demokratischen und sozialen Rechte der Beschäftigten, Prekarisierten und Erwerbslosen in Europa zu verteidigen.“ Doch wogegen genau richtet sich dieser Widerstand? Gegen ökonomische Institutionen wie die Europäische Zentralbank und den Internationalen Währungsfond? Oder gegen die neoliberale Ideologie als solche? In welche Richtung weist so ein Widerstand? Zurück zum Wohlfahrtsstaatsmodell des Fordismus? Oder können die Proteste gar der Beginn einer neuen anti-kapitalistischen Ausrichtung der europäischen Linken bedeuten? Wäre die EU dabei als transnationale Föderation erhaltenswert oder gehört sie abgeschafft? Was würde an ihre Stelle treten? Wie würde ein demokratisches Europa aussehen und welche Verantwortung kommt dabei Parteien und Parlamenten zu? Wie also sieht die Zukunft linker Politik in Europa aus? Welche Möglichkeiten auf Erfolg bestehen für die neuen Protestbewegungen? Und wie würde ein solcher Erfolg überhaupt definiert werden?

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Fall 2012 – Winter 2013 [revised schedule!]

I. What is the Left? — What is Marxism?

Sundays, 2–5PM EST

Eugene Lang College Building
The New School for Social Research
65 West 11th Street, Room 258
New York, NY 10011

• required / + recommended reading

Marx and Engels readings pp. from Robert C. Tucker, ed., Marx-Engels Reader (Norton 2nd ed., 1978)

Week A. Aug. 4–5, 2012

Whoever dares undertake to establish a people’s institutions must feel himself capable of changing, as it were, human nature, of transforming each individual, who by himself is a complete and solitary whole, into a part of a larger whole, from which, in a sense, the individual receives his life and his being, of substituting a limited and mental existence for the physical and independent existence. He has to take from man his own powers, and give him in exchange alien powers which he cannot employ without the help of other men.
– Jean-Jacques Rousseau, On the Social Contract (1762)

• epigraphs on modern history and freedom by James Miller (on Jean-Jacques Rousseau), Louis Menand (on Edmund Wilson), Karl Marx, on “becoming” (from the Grundrisse, 1857–58), and Peter Preuss (on Nietzsche)
+ Rainer Maria Rilke, “Archaic Torso of Apollo” (1908)
+ Robert Pippin, “On Critical Theory” (2004)
• Jean-Jacques Rousseau, Discourse on the Origin of Inequality (1754) PDFs of preferred translation (5 parts):[1] [2] [3] [4] [5]
• Rousseau, selection from On the Social Contract (1762)

Week B. Aug. 11–12, 2012

• G.W.F. Hegel, Introduction to the Philosophy of History (1831) [HTML] [PDF pp. 14-128]

Week C. Aug. 18–19, 2012

• Friedrich Nietzsche, On the Use and Abuse of History for Life (1874) [translator's introduction by Peter Preuss]

Week D. Aug. 25–26, 2012

+ Human, All Too Human: Nietzsche: Beyond Good and Evil (1999)
• Nietzsche, selection from On Truth and Lie in an Extra-Moral Sense (1873)
• Nietzsche, On the Genealogy of Morals: A Polemic (1887)

Week E. Sep. 1–2, 2012 Labor Day weekend

• Martin Nicolaus, “The unknown Marx” (1968)
• Moishe Postone, “Necessity, labor, and time” (1978)
• Postone, “History and helplessness: Mass mobilization and contemporary forms of anticapitalism” (2006)
+ Postone, “Theorizing the contemporary world: Brenner, Arrighi, Harvey” (2006)

Week F. Sep. 8–9, 2012

• Juliet Mitchell, “Women: The longest revolution” (1966)
• Clara Zetkin and Vladimir Lenin, “An interview on the woman question” (1920)
• Theodor W. Adorno, “Sexual taboos and the law today” (1963)
• John D’Emilio, “Capitalism and gay identity” (1983)

Week G. Sep. 15–16, 2012

• Richard Fraser, “Two lectures on the black question in America and revolutionary integrationism” (1953)
• James Robertson and Shirley Stoute, “For black Trotskyism” (1963)
+ Spartacist League, “Black and red: Class struggle road to Negro freedom” (1966)
+ Bayard Rustin, “The failure of black separatism” (1970)
• Adolph Reed, “Black particularity reconsidered” (1979)
+ Reed, “Paths to Critical Theory” (1984)

Week H. Sep. 22–23, 2012

• Wilhelm Reich, “Ideology as material power” (1933/46)
• Siegfried Kracauer, “The mass ornament” (1927)
+ Kracauer, “Photography” (1927)

Week 1. Sep. 29–30, 2012

• epigraphs on modern history and freedom by Louis Menand (on Marx and Engels) and Karl Marx, on “becoming” (from the Grundrisse, 1857–58)
• Chris Cutrone, “Capital in history” (2008)
• Cutrone, “The Marxist hypothesis” (2010)

Week 2. Oct. 6–7, 2012

• Immanuel Kant, “Idea for a universal history from a cosmopolitan point of view” and “What is Enlightenment?”(1784)
• Benjamin Constant, “The liberty of the ancients compared with that of the moderns” (1819)
+ Jean-Jacques Rousseau, Discourse on the origin of inequality (1754)
+ Rousseau, selection from On the social contract (1762)

Week 3. Oct. 13–14, 2012

• Max Horkheimer, selections from Dämmerung (1926–31)
• Adorno, “Imaginative Excesses” (1944–47)

Week 4. Oct. 20–21, 2012

• Leszek Kolakowski, “The concept of the Left” (1968)
• Marx, To make the world philosophical (from Marx’s dissertation, 1839–41), pp. 9–11
• Marx, For the ruthless criticism of everything existing (letter to Arnold Ruge, September 1843), pp. 12–15

Week 5. What is Marxism? I. Socialism | Nov. 11, 2012

• Marx, selections from Economic and philosophic manuscripts (1844), pp. 70–101
• Marx and Friedrich Engels, selections from the Manifesto of the Communist Party (1848), pp. 469-500
• Marx, Address to the Central Committee of the Communist League (1850), pp. 501–511

Week 6. What is Marxism? II. Revolution in 1848 | Nov. 18, 2012

• Engels, The tactics of social democracy (Engels’s 1895 introduction to Marx, The Class Struggles in France), pp. 556–573
• Marx, selections from The Class Struggles in France 1848–50 (1850), pp. 586–593
• Marx, selections from The 18th Brumaire of Louis Bonaparte (1852), pp. 594–617

Week 7. What is Marxism? III. Bonapartism | Nov. 25, 2012 (Thanksgiving weekend)

+ Karl Korsch, “The Marxism of the First International” (1924)
• Marx, Inaugural address to the First International (1864), pp. 512–519
• Marx, selections from The Civil War in France (1871, including Engels’s 1891 Introduction), pp. 618–652
+ Korsch, Introduction to Marx, Critique of the Gotha Programme (1922)
• Marx, Critique of the Gotha Programme, pp. 525–541
• Marx, Programme of the Parti Ouvrier (1880)

Week 8. What is Marxism? IV. Critique of political economy | Dec. 2, 2012

• Marx, selections from the Grundrisse (1857–61), pp. 222–226, 236–244, 247–250, 282–294
• Marx, Capital Vol. I, Ch. 1 Sec. 4 “The fetishism of commodities” (1867), pp. 319–329

Weeks 10-11. What is Marxism? V. and VI. Reification and Class Consciousness | Dec. 9, 2012

• Georg Lukács, “The phenomenon of reification” (Part I of “Reification and the consciousness of the proletariat,” History and Class Consciousness, 1923)
• Lukács, Original Preface (1922), “What is Orthodox Marxism?” (1919), “Class Consciousness” (1920), History and Class Consciousness (1923)
+ Marx, Preface to the First German Edition and Afterword to the Second German Edition (1873) of Capital (1867), pp. 294–298, 299–302

Week 12. What is Marxism? VII. Ends of philosophy | Dec. 16, 2012

• Korsch, “Marxism and philosophy” (1923)
+ Marx, To make the world philosophical (from Marx’s dissertation, 1839–41), pp. 9–11
+ Marx, For the ruthless criticism of everything existing (letter to Arnold Ruge, September 1843), pp. 12–15
+ Marx, “Theses on Feuerbach” (1845), pp. 143–145

Richard Rubin
Lecture 7:
1953-1963

Part of the Summer 2012 Platypus Affiliated Society Primary Reading Group Lecture Series: Trotsky and Trotskyism

• recommended / + supplemental reading

Week 7 Readings:

+ Cornelius Castoriadis, “The workers and organization” (1959)
• Cliff Slaughter, “What is revolutionary leadership?” (1960)
• Revolutionary Tendency of the Socialist Workers Party/U.S., “In defense of a revolutionary perspective” (1962)
+ Tony Cliff, “The coming Russian revolution” (final chapter of Russia: A Marxist Analysis, 1964)
+ Hal Draper, “The two souls of socialism” (1966)
+ Isaac Deutscher, “Marxism in our time” (1965)
+ Murray Bookchin, “Listen, Marxist!” (1969)
• Spartacist League, “Genesis of Pabloism” (1972)

Audio Recording:

AGING IN THE AFTERLIFE:

 THE MANY DEATHS OF ART

JULIETA ARANDA | GREGG HOROWITZ | PAUL MATTICK | YATES MCKEE

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The Many deaths of art

Aging in the Afterlife: the many deaths of art Yates McKee Gregg Horowitz Julieta Aranda Paul MattickThe “death of art” has been a recurring theme within aesthetic and philosophical discourse for over two centuries. At times, this “death” has been proclaimed as an accomplished fact; at others, artists themselves have taken the “death of art” as a goal to be accomplished. So while this widely perceived “death” is lamented by many as a loss, it is celebrated by others as a moment of life renewed. For them, art is all the better for having disburdened itself of the baggage of outmoded modernist ideologies. Insofar as the “death” of longstanding cultural traditions has in the past typically been understood to signal a deeper crisis in society at large, however, the meaning of death necessarily takes on a different aspect today — especially when the tradition in question is modernism, the so-called the “tradition of the new” (Rosenberg). Because the notions of “death” and “crisis” appear to belong to the very edifice of modernity that has just been rejected, these too are are to be jettisoned as part of its conventional yoke. Modernity itself having become passé, even the notion of art’s “death” would seem to have died along with modernism.

We thus ask our panelists not merely whether art is at present “dead,” but also if traditions are even permitted the right to perish in conservative times. If some once held that the persistence of philosophy indicated the persistence of obsolete social conditions, does the persistence of art signal ongoing social conditions that ought to have long ago withered away? If so, what forms of political and artistic practice would be sufficient to realize art, and in what ways would realizing art signal something beyond art? Marx felt that the increasing worldliness of philosophy in his time (heralded by the culmination of philosophy in Hegel) demanded not only the end of philosophy, but also that the world itself become philosophical. If avant-garde movements once declared uncompromising war on art in order to tear down the barrier between art and life, would the end or overcoming of art not similarly require that the world itself become artistic?

This event is free and open to the public.

"Aging in the Afterlife: The Many Deaths of Art"is part of a larger series of panels and events centered around the theme of the death of art that will take place around the month of February 2013 in NYC. Another event, on architecture,“Ruins of modernity: The failure of revolutionary architecture in the 20th century,”will be held on February 7.For info on other events in this series, please consult the website for further updates.