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  • Platypus Review #116 is out!
    Issue #116 of the Platypus Review is now online. This issue features Bennett Shoop on Marxism and intersectionality, C. D. Hardy on Cuba and Trotskyism, Chris Cutrone on the possibilities of redeeming the 20th century, and Tom Canel on the interrelationship of politics and philosophy.
  • Marxism in the Age of Trump - new book!
    Trump’s victory is the beginning not the end of a process of transforming the Republican Party as well as mainstream politics more generally that is his avowed goal. So the question is the transformation of democracy—of how liberal democratic politics is conducted. This was bound to change, with or without Trump. Now, with Trump, the issue is posed point-blank. There’s no avoiding the crisis of neoliberalism.

The Platypus Review

Die Platypus Review
THE PLATYPUS AFFILIATED SOCIETY'S project is to think through the impact of defeat and decline on the revolutionary Left’s theory and praxis. Although both my political and philosophical opinions differ profoundly from those of Platypus, I find great value in engaging with their viewpoint on the relationship between philosophy and politics. I hope that this essay will contribute to a productive discussion.
IN A RECENT ARTICLE on the transgender liberation movement, David Faes mobilizes a critique of the electoral strategies of the homo/transnormative political struggle. Faes’s critique reprimands the methods of LGBTQ+ activists on the Left for pursuing social change through “existing civic institutions and the Democratic Party.” While I in no way support the primacy of electoral politics as an emancipatory strategy, I cannot help but disagree with this perspective for ignoring the fact that people suffering from oppression inevitably need to aim for reform in some cases in order to alleviate the pains of marginalization.
A SENIOR TEACHING COLLEAGUE of mine at the University of Chicago revised the college core syllabus, which he said needed to be “brought into the 21st century.” What he really meant by this was brought into the 20th century — specifically, the late 20th century. But the 20th century was determined by the 19th century. There was very little that was new, and most of it was bad.
“THE REVOLUTION MAROONED,” published in the Platypus Review #114, contains valuable observations on the heroism and tragedy of the Cuban revolution. It also demonstrates how Trotskyist methodology has lost the ability to explain the present convincingly. An examination of how Trotskyists responded to the Cuban revolution reveals degenerative weaknesses in their interpretation, most notably an equivocal conception of Stalinism.
In den 1980er Jahren verabschiedete sich eine ganze Generation Intellektueller im Zeichen der Postmoderne von jeglicher Utopie. Doch bereits zuvor war die Neue Linke in den 60er und 70er Jahren mit ihrer Rückkehr zu Marx gescheitert. Aus Sicht von Althusser inszenierten die Studenten weltweit 1968 eine „ideologische Revolte“. Sie revolutionierten den kulturellen Überbau, aber nicht die sozialen und politischen Verhältnisse. Er bemerkte damit das Ende der Neuen Linken, die sich dafür entschied, Politik gegen Protest einzutauschen. Das politische Scheitern der Neuen Linken 1968 ebnete sowohl der Post-Moderne als auch dem Post-Marxismus den Weg. Ihre historischen und intellektuellen Ursprünge kreuzen sich.
Es ist mitunter die Mobilmachung gegen die technisierte und verwaltende Politik, welche Rechtspopulisten zurzeit bemüht sind, gegen das politische Establishment in Stellung bringen. Zu denken, mit „Establishment“ sei direkt die ökonomisch herrschende Klasse gemeint, ist ein politisches Fehlurteil. Denn im Zentrum steht die Unterscheidung von Politik und einem administrativen Politikapparat. Es handelt sich dabei um jene Unterscheidung, die sich im 20. Jahrhundert von verschiedenen Seiten zur dominantesten Kritikform des Politischen entwickelte.
Mit der erfolgreichen Revolte des Dritten Standes schien es, als würde die Menschheit endlich ihren „natürlichen“ Zustand der Aufklärung erreichen, sowohl hinsichtlich der natürlichen Umwelt wie auch der Beziehungen der Menschen untereinander. Scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten eröffneten sich, und das dunkle Zeitalter war endlich für beendet erklärt. Im Zuge der Industriellen Revolution des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts entwickelte sich jedoch ein neuer „Widerspruch“ in der bürgerlichen Gesellschaft: der des Werts des Kapitals gegenüber dem Wert der Arbeitskraft. Mit diesem Widerspruch trat auch ein neuer sozialer und politischer Konflikt zutage: der „Klassenkampf“ der Arbeiter für den Wert ihrer Löhne gegen das unbedingte Gebot der Kapitalisten, den Wert des Kapitals zu bewahren und zu vergrößern.

Millennials haben keinen Sex, das gilt mittlerweile als gesichert. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Millennials Empfindungen abwehren, die durch Liebe und Begehren ausgelöst werden. Sie nennen es abschätzig „sich Gefühle einfangen“.1 Die weit verbreitete Paranoia um Einvernehmlichkeit verstärkt solche Ansichten vermutlich noch weiter. Und da die Opferrolle zum Prüfstein für kritische Einsicht und politische Solidarität geworden ist, werden Frauen dazu ermutigt, sich in ihren Erfahrungen als Opfer zu empfinden. Indes werden verständnisvolle Männer – durch die Last kollektiver Schuld – dazu angehalten, sich mit Tätern gleichzustellen. Das erzeugt Groll gegen all jene, deren Erfahrungen anders sind.