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  • Platypus Review #112 is out!
    Issue #112 of the Platypus Review is now online. This issue features an interview with composer Christian Wolff on music and the politics of 1968, Jason Dawsey reconsidering Trotsky's "The Revolution Betrayed" and reviews of "Un peuple et son roi" from Ciat Conlin and "Young Marx" by Katie Ebner-Landy.
  • Marxism in the Age of Trump - new book!
    Trump’s victory is the beginning not the end of a process of transforming the Republican Party as well as mainstream politics more generally that is his avowed goal. So the question is the transformation of democracy—of how liberal democratic politics is conducted. This was bound to change, with or without Trump. Now, with Trump, the issue is posed point-blank. There’s no avoiding the crisis of neoliberalism.

The Platypus Review

Die Platypus Review
Jim Igor Kallenberg was a dramaturg at the festival for contemporary music Wien Modern, which this year covered the 50th anniversary of 1968. In this capacity, he spoke with the composer Christian Wolff who wrote a new piece for this years edition of the festival. Christian Wolff is a centeral figure in New Music history and significant especially for the music that developed around 1968 – together with his friends and colleagues John Cage, Frederic Rzewski, Cornelius Cardew, Morton Feldman, and others in the U.S.
2018 HAS BEEN A YEAR OF COMMEMORATION and confusion for the French Left. The fiftieth anniversary of May ‘68 has been marked by museums exhibitions, book launches, and quaintly nostalgic demonstrations, leaving the anniversary proceedings as less a reckoning than a leftist-version of Woodstock II.
Young Marx is a production at the end of history. It is a production led by a Marx whose ideas are parodied, whitewashed, and made to seem out of touch with contemporary reality.
In his still unrivalled 1930 History of the Russian Revolution, Leon Trotsky celebrated the type of Marxist revolutionaries who, under Vladimir Lenin’s leadership, carried out the October 1917 insurrection in Petrograd. “Bolshevism created the type of authentic revolutionist,” he recalled, “who subordinates to historic goals irreconcilable with contemporary society the conditions of his personal existence, his ideas, and his moral judgments. The necessary distance from bourgeois ideology was kept in the party by a vigilant irreconcilability whose inspirer was Lenin.”
In den 1980er Jahren verabschiedete sich eine ganze Generation Intellektueller im Zeichen der Postmoderne von jeglicher Utopie. Doch bereits zuvor war die Neue Linke in den 60er und 70er Jahren mit ihrer Rückkehr zu Marx gescheitert. Aus Sicht von Althusser inszenierten die Studenten weltweit 1968 eine „ideologische Revolte“. Sie revolutionierten den kulturellen Überbau, aber nicht die sozialen und politischen Verhältnisse. Er bemerkte damit das Ende der Neuen Linken, die sich dafür entschied, Politik gegen Protest einzutauschen. Das politische Scheitern der Neuen Linken 1968 ebnete sowohl der Post-Moderne als auch dem Post-Marxismus den Weg. Ihre historischen und intellektuellen Ursprünge kreuzen sich.
Es ist mitunter die Mobilmachung gegen die technisierte und verwaltende Politik, welche Rechtspopulisten zurzeit bemüht sind, gegen das politische Establishment in Stellung bringen. Zu denken, mit „Establishment“ sei direkt die ökonomisch herrschende Klasse gemeint, ist ein politisches Fehlurteil. Denn im Zentrum steht die Unterscheidung von Politik und einem administrativen Politikapparat. Es handelt sich dabei um jene Unterscheidung, die sich im 20. Jahrhundert von verschiedenen Seiten zur dominantesten Kritikform des Politischen entwickelte.
Mit der erfolgreichen Revolte des Dritten Standes schien es, als würde die Menschheit endlich ihren „natürlichen“ Zustand der Aufklärung erreichen, sowohl hinsichtlich der natürlichen Umwelt wie auch der Beziehungen der Menschen untereinander. Scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten eröffneten sich, und das dunkle Zeitalter war endlich für beendet erklärt. Im Zuge der Industriellen Revolution des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts entwickelte sich jedoch ein neuer „Widerspruch“ in der bürgerlichen Gesellschaft: der des Werts des Kapitals gegenüber dem Wert der Arbeitskraft. Mit diesem Widerspruch trat auch ein neuer sozialer und politischer Konflikt zutage: der „Klassenkampf“ der Arbeiter für den Wert ihrer Löhne gegen das unbedingte Gebot der Kapitalisten, den Wert des Kapitals zu bewahren und zu vergrößern.

Millennials haben keinen Sex, das gilt mittlerweile als gesichert. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Millennials Empfindungen abwehren, die durch Liebe und Begehren ausgelöst werden. Sie nennen es abschätzig „sich Gefühle einfangen“.1 Die weit verbreitete Paranoia um Einvernehmlichkeit verstärkt solche Ansichten vermutlich noch weiter. Und da die Opferrolle zum Prüfstein für kritische Einsicht und politische Solidarität geworden ist, werden Frauen dazu ermutigt, sich in ihren Erfahrungen als Opfer zu empfinden. Indes werden verständnisvolle Männer – durch die Last kollektiver Schuld – dazu angehalten, sich mit Tätern gleichzustellen. Das erzeugt Groll gegen all jene, deren Erfahrungen anders sind.