Der verwirrte Anti-Imperialismus der Palästina-Kritiker

von Fakhry Al-Serdawi

Die Aussicht, in Gaza bald durch Bildungsreformen von Jared Kushners stolzer „unpolitischer Technokratie“ über Auschwitz zu lehren, läuft auf das hinaus, was Theodor Adorno als „die Kodifizierung des Unaussprechlichen“ bezeichnet hat.1 Diese Bemühungen werden scheitern – nicht nur wegen der von Joseph Klein beschriebenen „Neudefinition des Antisemitismus“ durch die NGOs in Washington und Tel Aviv, welche zu noch mehr Antisemitismus führt2 – sondern auch, weil die Grundprinzipien der individuellen Freiheit des Menschen besagen, dass man den Opfern des Holocaust nur durch eine weitgehend persönliche, autodidaktische Auseinandersetzung mit dem Thema gerecht werden kann. Was mich selbst betrifft, habe ich aus zwei Quellen über den Holocaust gelernt: Einerseits von meinem Lehrer an der öffentlichen Schule in Bir Zait – keinem Kushner-Technokraten, sondern einem Teilzeitfahrer aus der Arbeiterklasse aus den 2000ern – und andererseits von Philip K. Dick.